Mittwoch, 22. Mai 2024
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AnfangHallo4 Symptome eines erhöhten Darmkrebsrisikos

4 Symptome eines erhöhten Darmkrebsrisikos

Vier wichtige Symptome, die auf ein erhöhtes Risiko für Dickdarmkrebs im Frühstadium hinweisen, wurden von Experten der Washington University School of Medicine in St. Louis identifiziert. Sie können für die Früherkennung und Diagnose von Darmkrebs von entscheidender Bedeutung sein, insbesondere bei jüngeren Erwachsenen. Dabei handelt es sich um Menschen, bei denen die Erkrankung vor dem 50. Lebensjahr auftritt. Die Zahl junger Erwachsener mit Darmkrebs ist in den letzten Jahren stetig gestiegen.

Eine Studie ergab, dass es Symptome gibt, die auf ein erhöhtes Krankheitsrisiko hinweisen, und zwar viel früher – drei Monate bis zwei Jahre vor der Diagnose. Diese Beschwerden sind:

  • Bauchschmerzen;
  • rektale Blutung;
  • Durchfall;
  • Eisenmangelanämie.

Wenn eine Person unter 50 Jahre alt ist und eines der Symptome aufweist, verdoppelt sich das Risiko fast. Bei zwei Symptomen erhöht sich das Risiko um mehr als das 3,5-fache. Bei drei oder mehr Symptomen ist das Risiko 6,5-mal höher als bei Menschen ohne Symptome.

Die Studiendaten wurden am 4. Mai 2023 im Journal des National Cancer Institute veröffentlicht. Die Autoren geben an, dass es für Hausärzte, Gastroenterologen und Notärzte sehr wichtig ist, sich dieser Beschwerden bewusst zu sein. Leider hören viele Patienten mittleren Alters die Diagnose in der Notaufnahme. Oftmals geschieht dies zu spät, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist.

Am gefährlichsten sind Anämie und Blutungen

Zwei der Symptome – rektale Blutung und Eisenmangelanämie – sind ein klares Zeichen dafür, dass eine Endoskopie und Nachsorge des Patienten durchgeführt werden sollte. Anämie ist eine Erkrankung, bei der nicht genügend gesunde rote Blutkörperchen vorhanden sind, um Sauerstoff im Blut zu transportieren.

Die Beobachtung der Wissenschaftler ist, dass vom ersten Arztbesuch mit einem oder mehreren der Anzeichen und Symptome bis zur Diagnose etwa drei Monate vergehen. Die Analyse ergab, dass einige junge Erwachsene bis zu zwei Jahre vor der Diagnose deutliche Symptome hatten. Dies erklärt, warum die Erkrankung bei vielen dieser jüngeren Patienten weiter fortgeschritten ist als bei älteren Menschen, die regelmäßig untersucht werden.

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Wer im Jahr 1990 geboren ist, hat ein doppelt so hohes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken

Personen des Jahrgangs 1990 haben im Vergleich zu jungen Erwachsenen des Jahrgangs 1950 ein doppelt so hohes Risiko für Darmkrebs und ein vierfach höheres Risiko für Enddarmkrebs. Dies wird durch Lebensstil und Ernährung beeinflusst. Dieser Trend hat das National Cancer Institute, die American Cancer Society, die American Gastroenterological Association und andere Fachgesellschaften dazu veranlasst, der Forschung Priorität einzuräumen, um Risikofaktoren zu identifizieren und die Früherkennung zu verbessern. Im Jahr 2021 senkte die US Preventive Services Task Force das empfohlene Alter für die Darmkrebsvorsorgeuntersuchung von 50 auf 45 Jahre.

Fettleibigkeit, langes Sitzen, metabolisches Syndrom, Diabetes, zuckerhaltige Getränke und andere Risikofaktoren können zur zunehmenden Inzidenz von Darmkrebs in jungen Jahren beitragen.

Obwohl die Sterblichkeitsrate durch Darmkrebs bei älteren Menschen aufgrund regelmäßiger Koloskopien und verbesserter Behandlung seit mehreren Jahrzehnten zurückgeht, wird bei immer mehr jungen Menschen die Krankheit in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Viele von ihnen sterben an der Krankheit. Dies sind Schlussfolgerungen der American Cancer Society. Dieser Trend zeigt, dass es dringend darum geht, Symptome möglichst früh zu erkennen.

Die Mehrzahl der früh auftretenden Darmkrebserkrankungen wurde und wird auch weiterhin erkannt, nachdem Symptome aufgetreten sind. Daher ist es wichtig, dass Ärzte auf die Beschwerden ihrer Patienten achten und sie zu Untersuchungen überweisen. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht eine wirksame Behandlung. Der Bedarf an aggressiverer Therapie wird reduziert, die Lebensqualität der Patienten und die Überlebensrate verbessert.

Redakteurin Ina Dimitrova

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